Mittwoch, 16. November 2016

10 Fakten über mich seitdem ich Mama bin

Eigentlich wird man mit der Geburt eines Kindes selbst noch einmal neu geboren. Das was gestern war gibt es so in der Form nicht mehr. Du wirst ein neuer Mensch. 

Die Welt beginnt sich neu zu drehen und unser früheres Ich wird völlig auf den Kopf gestellt. So ging es mir zumindest vor über sechs Jahren.

Heute erzähle ich Euch einmal 10 Fakten über mich, die zutreffen, seitdem ich Mama bin und die ich wahrscheinlich vorher nie so für möglich gehalten hätte.

 

10 Fakten über mich


  1. Schlafen: Nicht selten, um ehrlich zu sein fast täglich (seit ca. 4 Jahren), freue ich mich bereits nach dem Frühstück schon wieder auf mein gemütliches Bett und verschwinde an 5 von 7 Abenden in der Woche direkt nach dem Zubettbringen unserer Kinder ebenfalls unter der Bettdecke. Geschlafen habe ich zwar schon immer recht gerne. Aber das wäre mir im Traum nicht eingefallen.
  2. Schlafen (ja, nochmal): Durchgeschlafen habe ich seit über sechs Jahren nicht mehr. Und ich will Euch jetzt nicht anlügen, indem ich sage, es stört mich nicht. Es stört mich DOCH. Sogar sehr. Der Schlaf ist tatsächlich das Einzige was mir fehlt, seitdem die Kinder da sind. Aber es ist doch schier unglaublich an was wir uns alles gewöhnen können. Vor 10 Jahren war ich schon nach einer durchtanzten Nacht am nächsten Tag völlig erschöpft. Heute würde mir das wohl nicht mehr viel ausmachen (nicht, dass ich in letzter Zeit einmal eine Nacht durchgetanzt hätte).
  3. Lesen: Eigentlich bin ich seit der Schulzeit eine richtige Leseratte. Ich verschlinge Bücher geradeso. Nur bin ich seit ungefähr sechs Jahren nicht mehr dazu gekommen ein Buch vollständig durchzulesen (dieser Punkt hängt unwiderruflich mit Punkt 1 zusammen). Kinderbücher natürlich ausgenommen.
  4. Helikopter: Ich? Nun ja. Ich bin schon irgendwie zu so einer doofen, von vielen verpönten, Übermutter geworden. Zu so einer, die ich eigentlich nie vorhatte so zu werden. Aber soll ich Euch etwas verraten? Ich liebe mich genauso. Es scheint meine Berufung zu sein schon morgens die laufenden Nasen mit Taschentüchern zu versorgen, nachts 7 oder auch 8 Mal aufzustehen, nur um etwas zu Trinken ans Bett zu bringen, den Nachtschreck zu verscheuchen oder das Kissen neu aufzuschütteln, weil es zu "heiß" geworden ist. Und dann schleiche ich mich auf Zehenspitzen den Flur entlang, weil ich Angst habe, durch meine Schritte könnten weitere Kinder geweckt werden, um dann am Ende doch tollpatschig gegen das Treppengitter zu treten. Falls nachts einmal alles ruhrig sein sollte, blicke ich wie ein kleines Erdmännchen ständig auf die Babyfone, ob ich sie auch wirklich funktionieren.
  5. Reisen: Ich habe Flugangst. Schon lange. Da kommen mir unsere vier Kinder gerade recht. Denn: welcher Narr fliegt schon mit vier Kindern unter sieben Jahren um die halbe Welt in den Urlaub? Das Sauerland ist ja auch schön ;-).
  6. Liebesleben: Ja, das Leben mit dem Mann in Zweisamkeit gibt es noch, auch mit vier kleinen Kindern. Das Einzige was sich verändert. Es rückt etwas aus dem Mittelpunkt und die Möglichkeiten der Orte und der Zeit sind ein wenig eingeschränkt.
  7. Freundinnen: Sie sind alles für mich. Immer noch. Und ich versuche sie so gut es geht in unsere Familie mit einzubinden. Viele meiner Freundinnen sind die Paten unserer Kinder und sehr viele haben bereits auch eigene Kinder, so dass ähnlich zum Punkt 6 die Zeit und der Ort des Treffens ein wenig abweicht, zu unseren früheren Treffen. Heute treffen wir uns eben nicht mehr um 20:15 Uhr zu Sex and The City oder Greys Anatomy (geht ja auch schlecht, da ich meistens schon im Bett liege) sondern eher am Vormittag oder Nachmittag mit den Kindern zusammen.
  8. Werte: Tatsächlich hat sich meine Sicht der Dinge auf die unterschiedlichsten Bereiche, wie Umwelt, Soziales Engagement, Lebensmittel, Kleidung etc. verändert. Wir leben bewusst nachhaltig. Versuchen unseren Kindern diese Werte mit auf ihren Lebensweg zu geben und zu erklären, dass der Apfel, den wir essen, vom Bauern um die Ecke oder direkt von unserem Baum, erstens viel besser schmeckt, weil er frischer ist und eben noch nicht so einen weiten Weg mit dem Flugzeug oder Schiff hinter sich hat. Früher war es mir egal, wenn die Gurke oder der Brokkili  noch einmal mit Plastik umwickelt ist. Ich habe einfach zugegriffen. Heute ist es mir ganz und gar nicht egal. Ich möchte Vorbild sein für unsere Kinder und wir versuchen bewusst Plastik zu vermeiden, unsere Kinder zu großen Teilen von Plastik fernzuhalten (gänzlich wäre utopisch). Und wisst Ihr was? Es klappt. Vorallem beim Ältesten zeigt unser Verhalten Wirkung und er macht mich schon jetzt immer darauf aufmerksam, wenn ich etwas kaufen möchte, das aus Plastik ist und hinterfragt, ob es das nicht auch z.B. aus Holz gibt. Schön zu sehen, dass wir auf diesem Wege positiven Einfluss haben dürfen.
  9. Shoppen? Das war einmal. Zumindest für meinen Kleiderschrank. Wir kaufen generell nur noch wenig neue Kleidung. Vielfach kaufe ich für die Kinder bereits gebrauchte Kleidung oder lasse etwas bewusst von talentierten Müttern oder gerne auch kleinen Labels aus Deutschland anfertigen. Da wo ich weiß, dass die Kleidung, die meine Kinder tragen nicht von anderen kleinen Kindern oder unter unzumutbaren Bedingungen gefertigt wurde.
  10. Verändern: Nichts um alles in der Welt würde ich etwas anders machen oder verändern wollen in unserem Leben. Ich war noch nie ein Typ für große Veränderungen ;-).
Ahoi,
Eure Alexandra

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen