Montag, 6. Juni 2016

Weniger Wir?

Manchmal schleicht sich ganz langsam das Gefühl bei mir ein, dem Partner, meinem geliebten Mann, würde das Leben mit mir, mit uns, so wie wir es gerade leben, einfach nicht mehr gefallen. Es trudelt im Kopf und der Kopf dreht schon seine eigenen Filme, ohne das ich das eigentlich will. Mache ich irgendetwas anders als sonst? Mache ich etwas falsch? Mache ich zu wenig, mache ich zu viel, mache ich überhaupt noch irgendwas? Was ist nur los? Lebt er nicht mehr unseren Traum, unser Leben mit? Will er das jetzt alles gar nicht mehr? Sind wir jetzt weniger Wir als Vorher? Und je mehr ich darüber dann nachdenke, merke ich, dass es auch im Kopf vom Mann anfängt zu trudeln, eben weil ich mich so komisch verhalte. 

Aber mal ganz ehrlich. Das Familienleben Die Partnerschaft mit vier kleinen Kindern ist nicht immer nur Sonnenschein. Ganz und gar nicht. Es regnet und hagelt auch mal bei uns.
Im Alltag ist es meistens sehr hektisch, trubelig, alles dreht sich um die "Brut". Nichts Viel zu wenig dreht sich mehr ums Mann und Frau-Sein. Um Uns. Am Morgen: Sind die Butterbrote im Rucksack?, Welche Schuhe hat das Tottili an? Wann war heute nochmal der Kindergarten aus? Und am Nachmittag: Wer hat welche Termine, Verabredungen? Wo muss ich wann sein und welches Kind abholen? Das klingt jetzt vielleicht etwas abgedroschen. Vielleicht mag es auch überspitzt sein, ja. Dennoch wachen der Mann und ich momentan natürlich nie alleine, Arm in Arm auf, kuscheln uns wach. Da ist halt immer eine kleine Hand, ein kleiner Fuß, eine süße kleine Nase an meiner Nase, die gekuschelt werden möchte. Oft macht mir das Angst, Angst, das uns zu verlieren. Nun ist es ja nicht erst seit 5 Monaten, das da noch ein Kind im Bett liegt sondern eben schon viele Jahre. Das hat auch gar nichts mit unseren tollen Kindern zu tun. Wir beide wollten so viele Kinder und ziehen, was das angeht, ganz klar in die richtige Richtung und an einem Strang. Aber die Tage sind eben kurz im Alltag, sie fliegen nur so an uns vorbei und wir müssen einfach aufpassen, dass wir nicht abstumpfen. Die Zeit zu Zweit ist kostbar und wertvoll. 


Teller müssen darum auch mal liegen bleiben, die Waschmaschine bis morgen warten, der Sand im Flur ist doch egal, kommt morgen sowieso wieder neu.  

Wir sind wichtig, Wir sind eine Einheit, Wir sind Mann und Frau, Wir sind der Kopf dieser Familie und Wir sind das Vorbild für unsere Kinder. 

Nehmt Euch den Wind aus den Segeln, macht Euch nicht so viel Druck, nicht so viel Stress. Es muss nicht immer alles tippi toppi aussehen. Was bin ich froh, einen Mann zu haben, der mir das immer wieder sagt. Der mir zeigt, wie es läuft, wie es funktioniert. Das es funktioniert, auch wenn mal nicht alles so funktioniert, wie ich es will.

Was würde ich nur ohne DICH tun? 
Du bist mehr als nur der beste Papa und beste Ehemann dieser Welt.
Nur zusammen sind wir Gut. Sind wir sogar Sehr Gut. 

DANKE,
Deine Alexandra

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