Dienstag, 22. März 2016

Still-Zerreißprobe

Alle unsere Kinder wurden gestillt und ich bin unglaublich dankbar, dass wir stillen können. Das ich stillen kann und das auch die Kinder gestillt werden möchten. Es ist ein Geschenk, eine Gabe, eine von der Natur durchdachte Perfektion. Dessen bin ich mir bewusst. Ein starkes Band, dass wie die Nabelschnur während der Schwangerschaft auch nach der Geburt weiter standhält zwischen Mutter und Kind. 


Ich möchte Euch aber auf gar keinen Fall den Weichspüler über unsere derzeitige Situation schütten und alles nur schön reden. Denn ehrlichgesagt ist es gerade alles andere als leicht und lässt mich fast 24 Stunden am Tag in den Spagat springen. Das Stillen eines Säuglings neben drei anderen kleinen Kindern unter sechs Jahren, von denen zwei morgens zum Kindergarten müssen, mittags wieder abgeholt werden möchten, am Nachmittag Besuch von Freunden bekommen, zum Turnen, Schwimmen und zum Arzt müssen. Dazu noch eine weitere kleine Maus von gerade einmal 17 Monaten, die ebenfalls Bedürfnisse hat. Und zwar sehr viele und durchaus berechtigte Bedürfnisse. Das Stillen vom Babybub kommt dabei zeitlich ja nun nicht immer genauso aus, wie man es gerne hätte. Ich stille nach Bedarf des Kindes und der ist halt immer anders. Die kleine Schwester (die anderen natürlich auch noch ;-)) möchte auch genauso gekuschelt werden, möchte am liebsten ständig auf den Arm und möchte vorallem, wenn ich den Babybub stille, auch auf den Schoß und mit mir schmusen. Eine mächtige Zerreißprobe, der wir derzeit unterliegen.

Aber ich möchte weitermachen mit dem Stillen, auch wenn ich weiß, dass Fläschchennahrung so Vieles erleichtern würde. Ich möchte diesem kleinen Mann das gleiche Gute tun, wie allen anderen Zwergen. Und auch wenn wir eigentlich nur nachts so richtig Ruhe zum Stillen haben, hoffe und wünsche ich mir, dass er es genauso genießt wie ich.   

Da gehen wir jetzt durch und ich freue mich auf ein wenig wärmere Temperaturen im Frühling, die mir das Stillen draußen erleichtern.

Eure Alexandra

Kommentare:

  1. Liebe Alex, ich kann mir vorstellen, dass es gerade alles andere als leicht ist. Ich hatte es auch bei meinen Kindern zwischendurch immer eieder, dass das Stillen mich an meine Grenzen gebracht hat, vir allem, weil man ja permanent zur Verfügung stehen muss, Tag und Nacht. Ich bin aber leider eher unfähig, was Flascheln anbelangt, ich kann es wirklich nicht, weil ich es einfach nie gemacht habe. Daher habe ich mir einfach erlaubt, Stilken auch mal doof zu finden, kurzfristig voll genervt zu sein, an mir zu zweifeln, um dann noch ewig weiter zu stillen😄 . Ich glaube, es tut einfach auch mal gut, die unangenehme, anstrengende Seite zu benennen, sich diese Gedanken zu erlauben ohne dann gleich zu hören:"Dann still doch ab" Denn das ist ja nicht die Frage. Wer wirklich abstillen möchte, tut dies. Aber weiterstillen solange man noch möchte und trotzdem ab und zu zu hadern, das muss auch möglich sein. Alles Liebe euch allen und viel Kraft weiterhin. Weisst du, wer ich bin?😀 (buntehunde!!!)

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    1. Liebe Tatjana,

      aber natürlich weiß ich wer Du bist :-). Wie lieb von Dir <3. Und es tut so gut zu hören, dass man nicht alleine ist mit den "Problemen". Dankeschön für Deine Worte. Gerade Du als super erfahrene Mama musst es ja wissen. Und ich gebe Dir recht. Man sollte viel öfter mal sagen wie es einem geht, wenn einem danach ist :-).
      DANKE und liebe Grüße sendet Dir,
      Alex

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  2. Hallo Alex, ich finde es super, dass du so denkst. Nicht immer ist der einfachere Weg der bessere und es gibt Dinge, da muss man einfach durch. Umso schöner, dass du deinen/euren Weg gefunden hast und daran fest hälst. Deshalb wünsch ich dir weiterhin gute Nerven, gutes Durchhaltevermögen und helfende Hände ;)
    LG von TAC (die jeweils 3 Jahre gestillt hat und vor allem bei den wiederkehrenden Brustentzündungen häufig mit sich und der Welt gehadert hat)

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    1. Guten Morgen, Du Liebe,

      vielen Dank für Deinen aufbauenden Kommentar. Das tut gut <3.
      Hab einen schönen Tag,
      Deine Alex

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  3. Liebe Alex,
    ich glaube Stillen mit noch anderen Kleinkindern drumherum, mit Schule, Kindergarten, Verabredungen, Kuscheln und Bedürfnissen ist einfach Hardcore. Aber auch das geht. Weil gerade in der Stillzeit das Baby am meisten Mama und Auszeit hat, und sich das nicht auch noch holen muss. Nach den ersten Monaten wird es ja eingespielter und zeitlich etwas besser. Mein Baby ist jetzt schon 9 Monate und ich stille nur noch nachts. Es war eine schöne, aber sehr stressige Zeit. Vor allem weil der Spagat zwischen Baby und den anderen Kindern doch schon sehr extrem ist. Ich wollte allen gerecht werden..
    Und Flaschen machen ist auch Mist, beim Stillen kannst du dich einfach mit Baby ins Bett kuscheln.
    Daher halte durch!
    Liebe Grüße
    Janina

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  4. Guten Morgen, liebe Janina,

    jaaa ;-). Ich halte durch. Vorallem dann, wenn man so liebe Kommenare erhält, wie den von Dir gestern. DANKESCHÖN <3.
    Und viele liebe Grüße,
    Alex

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