Freitag, 26. Februar 2016

Natürliche Arzneimittel für Säuglinge und Kleinkinder bei Erkältungen

Was tun, wenn es die Kleinsten mal mit einer dicken Erkältung erwischt hat?
Das Tottili war in der letzten Woche mit einem heftigen Infekt zu Hause und hat, wie kann es anders sein, die anderen Zwergnasen gleich mit angesteckt.

Vorab: Erkältungen und grippale Infekte bei Kleinkindern sind zwar sowohl für die Kinder als auch die Eltern - vorallem dann wenn gleich mehrere Kinder gleichzeitig betroffen sind - anstrengend, aber auch notwenig. Sie gehören definitiv zum Entwicklungsprozess und zum Großwerden dazu. Darum sollte man sich nicht direkt große Sorgen machen. Das Kindesalter ist ein wesentlicher Lernprozess des Immunsystems und stärkt dieses langfristig.


Ich bin ja bis zu einem gewissen Grad ein Verfechter der Naturheil-/ und Alternativmedizin und bin auch fest davon überzeugt, dass sie gerade für Kinder wesentlich positivere Wirkungen hat als so manche Präparate aus der Schulmedizin. Generell ist es ja so, dass die Wirkungen und auch Nebenwirkungen von chemisch-synthetischen Medikamenten als aber auch von pflanzlichen Arzneimitteln für Kinder unter 12 Jahren wenig erforscht sind, weil die Gefahren der klinischen Studien einfach zu groß sind.

Doch was darf und kann und soll man Kleinkindern und vorallem Säuglingen überhaupt geben?

Bei einer Erkältung: unsere Hebamme und auch der Kinderarzt haben schon immer gesagt. Solange der Schnupfen nicht den Schlaf, die Atmung oder das Trinkverhaltens des Babies oder Kindes beeinflussen, muss man eigentlich gar nicht viel tun. Bloß keine Erkältungssalben, ätherischen Öle oder Ähnliches auf die Haut von Säuglingen auftragen.
Wird der Schnupfen doch etwas schlimmer, darf dem Säugling gerne mit einer Kochsalzlösung weitergeholfen werden, die vorsichtig tröpfchenweise in die Nase eingeführt wird. Das hat bei uns zumindest immer noch geholfen. Zuviel geben kann man eigentlich nicht, da die Kochsalzlösung die kleine Nase nicht reizt. 
Für alle Mamis, die auch noch stillen. Ihr könnt auch gerne ein paar Tropfen Muttermilch in die Nase einführen. Unsere Allzweckwaffe Muttermilch hilft ja bei fast allem ;-).

Besonders wichtig bei Erkältungen ist immer die Flüssigkeitszufuhr. Immer wieder etwas zu Trinken anbieten. Im besten Fall Wasser oder ungesüßter Tee.

Kleine Randbemerkung: Zehn grippale Infekte in einem Jahr gelten als "normal" (Quelle: Grünwald/Jänicke 2004, S. 186) und 90 % aller Kinder, die an einer Infektionskrankheit leiden, brauchen kein Antibiotikum [....]. Ist das nicht erstaunlich, wenn man bedenkt wie schnell die Ärzte immer dabei sind ein Antibiotikum zu verordnen?

Bei Kindern ab 3 Jahren eignen sich auch hervorragend Tees und Bäder, da die Kleinen so ins Schwitzen geraten. Auch Dampfbäder tun Nase und Rachen gut.

Die folgenden Heilpflanzen eignen sich zum Lindern von Erkältungskrankheiten:
  • Blassfarbener Sonnenhut (nur solange das Kind nicht fiebert)
  • Holunder (als Tee z.B.)
  • Kamille (wirken entzündungshemmend und krampflösend; besonders geeignet zur Dampfinhalation bei Atemwegserkrankungen. Als Teebeutel oder lose Kamillenblüten)
  • Umckaloabo (als Fertigpräperat)
  • Linde (bei Schleimhautreizungen und zur Steigerung der Bronchialsekretion; lassen sich gut mit Holunderblüten mischen)
  • Madesüß (die Blüten der Pflanzen wirken schweißtreibend, entzündungshemmend und schmerzlindernd. Sie sind als lose Blüten oder Kraut erhältlich)
Mittlerweile sind wir mit unseren Erkältungen hier im Hause Reges Leben über den Berg und können das kommende Wochenende wieder genießen.
Startet gut in die Freizeit,
Eure Alexandra



Kommentare:

  1. Bei verstopfter Nase schneiden wir häufig eine Zwiebel auf und legen sie ins Schlafzimmer. Das wirkt abschwellend und der Schlaf wird ruhiger. Ist auch schon bei Babys möglich.
    (Das ganze Haus riecht dann zwar nach Zwiebel, aber damit muss man halt leben ;)
    LG von TAC

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    1. Hallo TAC,

      schön von Dir zu lesen :-). Wie geht´s Euch denn?
      Das mit der Zwiebel ist ja toll. Irgendwann hatte ich schon einmal davon gehört, habe es aber noch nie selbst ausprobiert. Das werden wir jetzt mal machen. Dankeschön für die Erinnerung und liebste Grüße aus dem Ruhrgebiet,
      Alexandra

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. Im Wesentlichen gehts uns gut. Wir sind in der Planungsphase zum Hausabriss (unser leer stehendes Zweithaus) und irgendwie bin ich derzeit recht blog-schreibfaul. Dafür lese ich ausgiebig bei den anderen Bloggerinnen mit.
    Erkältungsmäßig haben wir gerade eine ruhige Phase.
    Also: Passt schon *zwinker*
    LG von TAC

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