Mittwoch, 10. Februar 2016

Aschermittwoch - Ideen zur Fastenzeit in der Familie

Ab heute beginnt die Fastenzeit und unsere Kinder gehen, wie üblich am Aschermittwoch, in die Kirche und bekommen ihr Aschekreuz. Ein schönes Ritual, wie ich finde. Es eröffnet für uns Katholiken eine Zeit der Achtsamkeit und des (noch) bewusster Lebens. Natürlich für die Kinder nicht zu streng. Sie dürfen und sollen auf gar keinen Fall fasten, was Lebensmittel angeht. Aber wir halten es doch ein, zumindest heute am Aschermittwoch kein Fleisch und auch keine Süßigkeiten zu essen. Da hilft es natürlich, dass die Kleinen in einen katholischen Kindergarten gehen. Dort wird schon den Kleinsten das Ritual des Aschekreuzes und der darauffolgenden Fastenzeit erklärt und sie bekommen mit auf den Weg gegeben worum es in den 40 Tagen vor Ostern überhaupt geht. 


Die Zeit des Fastens kann in der Familie unterschiedlich angegangen werden. Wir haben ja unsere Fastenbörse (hier geht´s zum Link), die von den Kleinen heiß und innig geliebt wird. Auch wenn sie morgens einen kleinen Zettel ziehen, auf dem geschrieben steht, dass sie bspw. alle ihre Spielfahrzeuge draußen im Garten säubern müssen. 
Besonders freuen sie sich natürlich, wenn sie einen Zettel für Mama und Papa ziehen (z.B. Handyverbot).

Die Fastenzeit in der Familie kann aber auch anders angegangen werden. 
Folgende Ideen habe ich entweder im Netz entdeckt oder könnte ich mir persönlich selbst noch in der Fastenzeit mit der Familie gut vorstellen:

Ideen zur Fastenzeit mit der Familie


  • Fastenbörse,
  • Fastenkerze (diese Kerze wird erst gemeinsam gestaltet und dann jeden Abend 40 Tage lang bis zum Osterfest gemeinsam angezündet),
  • wir lesen momentan wieder täglich aus unserer Kinderbibel. Momentan ist eine gute Gelegenheit den Kindern die Leidensgeschichte von Jesus Christus vorzulesen und zu erklären,
  • miteinander einen "Besinnungsweg" oder einen "Besinnungsspaziergang" gehen,
  • selbstgestaltetes Fastentuch im Haus aufhängen,
  • einmal in der Woche bspw. einen Suppentag einhalten, an dem auch gute Freunde oder Nachbarn eingeladen werden könnten,
  • kranken Nachbarn oder Freunden helfen, bspw. deren Einkäufe mit erledigen, einfach nur Gesellschaft leisten oder etwas vorlesen,
  • auf süße Getränke verzichten (bei uns gibt es sowieso nur Wasser, Ausnahmen sind Kindergeburtstage oder Familienfeste),
  • Verzicht auf Streit innerhalb der Familie (das kann man den Kleinen gut näher bringen),
  • anderen Menschen bewusst etwas Nettes sagen, sie loben,
  • bewusst zuhören.
Schön finde ich auch eine Idee, die ich bei Pinterest entdeckt habe. Wir können den Kindern ja auch die Wahl lassen, ob sie  

Fasten mit dem Mund (jemanden loben, Zauberworte verwenden (bitte, danke, entschuldige), ohne darauf aufmerksam gemacht zu werden, auf verletzende Worte und Streit verzichten, usw.) 
Fasten mit der Nase (Düfte des Frühlings einfangen, bewusst riechen beim gemeinsamen kochen, usw.) 
Fasten mit den Augen (ein schönes Bild betrachten, bewusst mit offenen Augen durch die Natur gehen,  Spuren Gottes in der Welt entdecken, usw.)
Fasten mit den Händen (helfen, trösten, streicheln, kräftig zupacken wo es nötig ist usw.), oder  
Fasten mit den Ohren (still werden und lauschen, hören, welche Geräusche uns der Frühling bringt, auf laute Musik verzichten usw. möchten.


Wie erlebt Ihr die Fastenzeit? Interessiert es Euch überhaupt oder auf was verzichtet Ihr in den 40 Tagen bis Ostern?


Liebe Grüße,
Eure Alexandra

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