Mittwoch, 16. Dezember 2015

Gespräche unter Heranwachsenden

Max Powers große Vorbild ist (nach seinem Papa natürlich ;-)) sein Patenonkel. Der Weltenbummler, so wie er ihn gerne auch im Kindergarten nennt, wenn er stolz den Erzieherinnen von seinem Held erzählt. Der Patenonkel reist aus beruflichen Gründen immer rund um den Globus und schickt uns tolle Fotos von den Orten, an denen er sich gerade befindet. Wir schauen dann immer direkt im Atlas nach, wo genau der das Land auf der Welt liegt, in dem er sich aufhält. Dennoch schafft er es so oft wie möglich unsere Zwerge zu sehen, zu besuchen und ist sogar seit einigen Jahren schon immer am Heiligen Abend mit von der Partie.

Dieser besagte Patenonkel fährt ein schnelles schwarzes Auto (so etwas scheint ja auch schon kleinen Männern zu imponieren, da sieht man mal wieder wie anders doch Mädchen und Jungs ticken). Genau dieses Auto will Max Power natürlich auch (is klar, oder?).


Heute Morgen bei uns im Auto (in der langweiligen Familienkutsche) auf dem Weg in den Kindergarten, durfte ich das folgende Gespräch zwischen Max Power und seiner Schwester dem Tottili verfolgen:

Max Power: Wenn ich groß bin, dann fahre ich auch so einen schicken Audi wie mein Patenonkel, Totti. Und Du, Totti, Du fährst einen VW und bringst unsere Kinder in den Kindergarten, ja?  So wie Mama (ich fahre eigentlich streng genommen keinen VW, aber das macht ja nix ;-)).

Das Tottili: Ja, natürlich (das sagt sie so oft am Tag und dabei betont sie immer das "natürlich" so herrlich). 

Max Power: Du brauchst ja auch kein so schnelles Auto. Wofür auch? Dein Auto muss ja einfach nur größer und praktisch sein, Du fährst ja "nur" unsere Kinder hin und her. 
Und ich fahre zur Arbeit um Geld zu verdienen. 

Außerdem will ich vor dem Haus dann eine Garage. Mein Auto soll ja nicht nass werden. Eine Garage mit elektischem Tor, das von alleine hoch und runter fährt, wenn ich auf den Knopf drücke (wo hat er das eigentlich schon wieder her? So einen Luxus haben wir hier nicht). 

Dein Auto kann draußen stehen bleiben, wie das von Mama jetzt, ok Totti?

Das Tottili: Ja, natürlich.

Max Power: Wir wohnen dann genau da wo wir jetzt wohnen, oder Totti?

Das Tottili: Ja, natürlich.
Mama: Und wo wohnen dann Mama und Papa?

Max Power: Na nebenan, vielleicht. Wir brauchen ja dann den Platz für unsere Kinder und Ihr müsst die Kinder aufpassen.

Na dann. Wissen wir Bescheid. Der Mann und ich. 
So einfach ist die Kinderwelt. Ich liebe solche Gespräche und lauschen den Zwergen so gerne dabei.

Habt einen schönen Mittwoch,
Eure Alexandra

1 Kommentar:

  1. Herrlich! Ich liebe auch diese Gespräche.... Bei uns sagt der kleine immer : ja, verstehe. Auch einfach zum kullern!

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