Samstag, 26. September 2015

Auf meinem Nachttisch

Es passt gerade so schön. Das Buch von Nadine Wenger "Vom Glück der natürlichen Geburt". Nicht, dass ich mich auch nur ansatzweise trauen würde unser kommendes viertes Wunder (ja, Ihr hört richtig ;-)) ganz alleine zur Welt zur bringen, aber ich bestaune und bewundere diese Frau. Während sie das Buch schreibt ist Nadine Wenger mit ihrem fünften Zwerg schwanger und hat bereits drei ihrer vier Kinder alleine zu Hause zur Welt gebracht. Da war ich ehrlichgesagt einfach neugierig. Wie das funktioniert. Was muss das für eine starke Frau sein? Welches Vertrauen in sich, die Welt und in ihr ungeborenes Kind muss ich haben, um mir das zuzutrauen? 


Unabhängig davon gibt es natürlich auch viele (berechtigte) Gegenstimmen, die von den Gefahren sprechen, die eine Alleingeburt mit sich bringen kann. Was kann alles schief gehen.....warum dieses Risiko eingehen?
Ich bin immer ein wenig hin und hergerissen. Natürlich bringt die Alleingeburt zu Hause viele Risiken mit sich, aber wenn man es wirklich schafft sich selbst und dem Kind völlig hingibt. Was muss das für ein überwältigendes Gefühl sein. 


Nicht zu vergessen der Partner. Auch der Partner spielt bei Nadine Wenger eine große Rolle. Er muss ja hinter der Entscheidung stehen und seine Frau unterstützen. Nadine Wengers Mann Patrick war bei der ersten Alleingeburt von Anfang an mit dabei und hat sie unterstützt. Doch nach dieser Erfahrung wollte sie die nächste Geburt völlig alleine und ungestört vollziehen. Auch Patrick erzählt im Buch vom Vater werden und beschreibt seine Gefühle und Empfindungen. Er erzählt vom größten Glück auf Erden - Vater zu werden - und wie schnell er den "Urinstinkt" in sich spürte ganz intensiv seine Frau und das kommende Baby zu umsorgen und zu beschützen. Das Wichtigste hörte ich aus dem Buch heraus, war, dass er seiner Frau völlig vertraut hat und ihrem inneren Gefühl, die erste Geburt in einem Geburtshaus und die weiteren dann zu Hause zu vollziehen, folgte. 

Nadine Wenger berichtet in ihrem Buch von jeder einzelnen Geburt und schildert in den ausführlichen Geburtsberichten ihre eigenen intensiven Empfindungen, das Geburtszimmer der Kinder und die damit verbundenen Rituale. Auch eine Lotusgeburt war mir bis zu diesem Buch schier unbekannt. Jetzt weiß ich, dass die Nabelschnur bei der Lotusgeburt nicht durchtrennt wird, sondern das Baby mit der Plazenta verbunden bleibt, bis die Nabelschnur abfällt. Beeindruckend und ja, auch ein wenig verrückt ;-).

Kurzum: allen die auch ein wenig esoterisch angehaucht sind und sich gerne über Alleingeburten informieren möchten (ob sie diese Möglichkeit der Geburt nun in Erwägung ziehen oder nicht) kann ich dieses Buch nur empfehlen. Ich habe es verschlungen. 

Mit unserem kleinen vierten Bauchzwerg befinde ich mich übrigens nun in der 23. Schwangerschaftswoche und dieses Mal wird es ein kleiner Bruder :-).

Einen sonnigen Samstag,
Eure Alexandra


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