Donnerstag, 16. Juli 2015

Urlaubsalbtraum

In der ersten Nacht in unserem Urlaub wurden Mann und ich auf einmal durch Totties lautes Schreien geweckt. Max Power, der mit ihr zusammen in einem Zimmer schlief wurde natürlich auch direkt wach und schrie auch. Ich rannte ins Zimmer und mir stockte im ersten Moment der Atem.

Das Tottili lag im Bett mit der bloßen Glühbirne (an) der Nachttischlampe im Arm und schrie. Natürlich wollte ich sie nicht verängstigen und blieb erst einmal relativ ruhig. Ich nahm ihr die kochend heiße Glühbirne aus der Hand, stöpselte sie aus und nahm die Maus in den Arm. Nach diesem Schreckmoment ist das Tottili ziemlich schnell wieder eingeschlafen. Ich nicht. In der Nacht habe ich kaum mehr ein Auge zu bekommen. Ich stand regelrecht unter Schock und wollte auch nachts nicht mehr erörtern wie und warum die Glühbirne überhaupt an war, warum der Lampenschirm abgeschraubt war und die Birne bei Totti im Arm lag.

(Für mich ein Albtraum......was alles hätte passieren können, male ich mir in dieser Nacht aus. Bei meiner Oma ist damals auch durch eine zu heiß gewordene Glühbirne am Bett ein Wohnungsbrand entstanden. Ich danke dem lieben Gott und allen Schutzengeln, die dem Tottili und uns allen in dieser Nacht zur Seite standen).



Am nächsten Morgen dann sahen wir die noch relativ harmlosen Auswirkungen an Totties Hand. Eine Brandblase (kein Wunder). Die heilt und heute sieht man kaum noch etwas. Aber warum, habe ich sie gefragt, war der Lampenschirm abgeschraubt und warum hast Du die heiße Glühbirne denn mit ins Bett genommen? Äußerst nachvollziehbar erklärte sie uns dann, dass Max Power doch immer seine Maus-Nachtlampe (klick hier zum Bericht) hat, die er zum Einschlafen anmachen kann und sie hatte gar nichts. Da wollte sie auch gerne ein Nachtlicht mit ins Bett nehmen und hat sich kurzerhand die Glühbirne geschnappt.

Mir stockte der Atem. Ja klar. Das verstand ich gut, aber darauf wäre ich nie gekommen und sie hat auch überhaupt nichts gesagt. Am gleichen Tag noch bestellten wir dem Tottili auch ein eigenes Nachtlicht. Sie hat jetzt den Elefanten und ist überglücklich.

Irgendwie muss ich noch oft daran denken, weil es mir wieder einmal gezeigt hat, dass wir Erwachsenen einfach nicht (mehr) wie Kinder denken und die Kleinen einfach auf Idee kommen, die uns im Traum nicht einfallen würden. Mit kleinen Zwergen muss man einfach auf alles gefasst sein.

Diese Situation war uns eine Lehre und ich werde demnächst in einer fremden Umgebung noch genauer durch die Zimmer gehen und mir Gedanken machen auf welche Ideen die Kleinen wohl kommen könnten.

Liebste Grüße,
Eure Alexandra

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