Montag, 27. Juli 2015

Kritischer Rückblick zum heutigen Sea Life-Besuch

Heute waren wir mit den Zwergen im Sealife Oberhausen. Ja, und ich habe mir ehrlichgesagt bereits auch schon vorher meine Gedanken gemacht, ob wir überhaupt gehen sollen oder lieber doch nicht (die Tiere, die Haltung......Tierquälerei?). Generell halte ich rein gar nichts von Zoos und war mit unseren Zwergen bislang noch nie in irgendeinem Zoo (da sind sie im Kindergarten jetzt schon die große Ausnahme). Verrückt, aber wahr. Jetzt fragte Max Power aber schon öfter, ob wir denn auch endlich mal das Sealife besuchen können. Die meisten seiner Freunde kennen es schon. Gruppenzwang, Ihr wisst schon wovon ich spreche. Beginnt bereits im Kindergarten. 

Der Tag heute bot sich irgendwie einfach regelrecht an, da es fast unentwegt Bindfäden regnete (und jetzt bereue ich es auch schon wieder ein bisschen hingefahren zu sein). 

Hat sich die Entscheidung etwa schon vor dem Eingang gerächt? Wir standen im strömenden Regen (ohne Schirn - wie naiv kann man eigentlich sein? Nein, die Idee hatten nicht nur wir an so einem Tag in den Sommerferien......) über eine Stunde in der Warteschleife (obwohl wir bereits Online-Karten für den heutigen Tag hatten). Ihr könnt Euch vorstellen, Mann war besonders begeistert. Irgendwie haben Männer in sonne Sachen ja noch weniger Geduld als wir oder wie seht Ihr das?


 Tja, was soll ich sagen. Wir sind in ca. 3 Stunden durch alle "Attraktionen" durch und das Wichtigste vorab. Die Kleinen sind auf ihre Kosten gekommen. Mir war es wichtig, dass an unseren Ausflügen nicht immer nur Max Power als "Großer" profitiert (eigentlich wäre ich gerne mit ihm ins Kindermuseum Explorado nach Duisburg gefahren, aber das wäre für das Tottili noch nichts gewesen). Sowohl Max Power als auch das Tottili waren regelrecht "erschlagen" nach unserem Besuch und erzählten im Auto noch wild umher was ihnen denn jetzt am Besten gefallen hat.

Natürlich sehen wir Erwachsenen nicht nur die beeindruckenden Unterwasserwesen sondern eben auch das was dahinter steckt, die Kehrseite. Werden diese Tiere überhaupt artgerecht gehalten? Können sie so glücklich sein? Empfinden sie überhaupt etwas (ich denke schon)? Sind die Becken nicht viel zu klein? Müssen die Tiere dort leiden? Bei allem Abwägen: "Aber es wird doch im Gegenzug auch viel für den Naturschutz getan." "Besonders fördert das Sealife auch Nachzuchtprogramme."

Im Grunde ist es doch nichts anderes als ein normaler Zoo. Nur eben für die Unterwasserwelt. Die Tiere leben auf zu engem Raum fern von ihrer eigentlichen Heimat. Doch, ich denke, artgerechte Haltung sieht anders aus. Und doch war es für die Zwerge, mit der nötigen wichtigen Aufklärung im Rücken, für das eine Mal gar nicht schlecht das Sealife zu besuchen. Für uns ist es schier unmöglich an die richtigen Fleckchen Erde zu fliegen, um nach diesen wunderbaren Wesen zu schnorcheln und in freier Natur Ausschau zu halten. Klar, kennen unsere Kleinen die Unterwassertiere auch schon aus Büchern und sicherlich auch aus der ein oder anderen Tiersendung. Aber einmal in "echt" gesehen zu haben, öffnet es doch noch einmal die Augen. Wir werden sicherlich, auch morgen weiter, zumindest mit Max Power, darüber sprechen, warum wir bis heute eigentlich noch nie einen Zoo besucht haben, sondern immer nur auf Bauernhöfe fahren, warum es den Tieren eben nicht gut geht in einem Zoo und was artgerecht Haltung überhaupt bedeutet (nicht nur für Zootiere sondern auch z.B. für die Hühner- oder Schweinehaltung).

Ich gehe heute Abend mit gemischten Gefühlen ins Bett. Rückgängig machen kann ich den Besuch heute nicht mehr und das möchte ich auch gar nicht. Ein weiteres Mal werden wir aber sicherlich auch nicht diese zoologische Einrichtung besuchen.

Ahoi,
Eure Alexandra


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