Donnerstag, 4. Juni 2015

Kleiner lauter Störenfried

Wir wohnen im Dschungel. Na ja, eigentlich ja im Ruhrgebiet, aber unser hübsches altes Häuschen liegt so versteckt im Grünen, das man glatt denken könnte, es ist der Dschungel. 

Da überrascht es gar nicht, dass wir regelmäßig Tiere hier herumstreunen haben. Hinter unserem Haus verläuft auch noch ein kleiner Bach, der ebenfalls das ein oder andere Tier anzieht. Die wilden Katzen, die uns täglich besuchen kommen, kümmern sich schon prima um die ganzen Mäuse. Wie schön, dass die Natur da ihren Job selbst erledigt. Ich bin nämlich strikt dagegen Tiere zu fangen, zu quälen oder andere unschöne Dinge mit Ihnen zu machen. 

Ich sammle sogar die Spinnen in unserem Haus und setze sie wieder vor die Tür (wobei Spinnen sich ja hervorragend gegen Mücken und anderes lästiges Kleintier im Haus einsetzen, also werden ein paar kleine Spinnchen hier ruhig geduldet). Die Füchse, die ebenfalls wild hier herumstreunern, stören uns (bislang) nicht weiter. Außer wenn ich an unsere Himbeeren, Blaubeeren und Brombeeren denke. Die dürfen dann eben erst ab einer bestimmten Höhe gepflückt werden. 



 Könnt Ihr Max Power sehen? Ganz schön bewachsen alles bei uns hinterm Haus.
Nun zu unserem kleinen wilden Untermieter. Ein Marder hat sich (wieder einmal) in der Zwischendecke von Wohnzimmer und Hausdach eingenistet. Unser Wohnzimmer ist ein alter Pferdestall und liegt quasi direkt hinter dem eigentlichen Haus (natürlich fällt das im Haus nicht auf, da alles normal miteinander verbunden ist). Das Dach ist leicht schräg und von der Wohnzimmerseite mit Holz zu. Darüber liegt dann die Isolierung und dann kommt das Dach.

Die kleinen Nager sind unglaublich laut. Sie stöbern, sie kratzen, reißen und knabbern insbesondere gerne spät abends in der Zwischendecke. Unabhänig von den lauten Geräuschen, zerstören uns die Marder die ganze Isolierung und richten durch ihren Urin noch viel schlimmeren Schaden an.
Darum müssen wir die Marder (so schön es ist, dass sie sich bei uns wohl fühlen ;-)) auch schnell wieder loswerden.

Aber wie sind sie überhaupt in die Zwischendecke herein gekommen, denkt Ihr Euch jetzt bestimmt. Na ja, erst einmal bieten die ganzen Sträucher hinter dem Haus eine hervorragende Kletterwand für den Krachmacher. Und dann gibt es in unserem alten Haus natürlich zig kleine Einschlupflöcher, die der Marder genutzt hat.

Nachdem uns der übliche "Schädlingsbekämpfer" (wir wollen und dürfen natürlich den Marder nur Vertreiben, nichts Schlimmeres) gesagt hat, dass der Marder auch wenn er aufgrund eines unangenehmen Geruchs, den er verteilt hat, trotzdem gerne wiederkommen wird (der Marder ist ein Gewohnheitstier), müssen wir irgendwie verhindern, dass er wieder die Möglichkeit bekommt, erneut in die Zwischendecke zu schlüpfen.
Darum durfte Mann heute Morgen ersteinmal den halben Dschungel hinterm Haus klein machen und zumindest die ganzen Ranken, die um den Kamin und an der Hauswand entlang klettern, beseitigen.
Das wird nun regelmäßig gemacht. Des Weiteren müssen natürlich die ganzen kleinen Löcher fachmännisch im Dach gestopft werden. Dafür wird dann in der nächsten Woche ein Dachdecker vorbeikommen und uns beraten.






Die Arbeit wäre für heute jetzt erst einmal getan. Ich halte Euch auf dem Laufenden was unseren kleinen Störenfried angeht.

Hat von Euch auch schon einmal jemand seine Erfahrung mit dem kleinen Nager gemacht?

Eure Alexandra

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