Dienstag, 10. März 2015

Kreidenmalerei und Hinkelkästchen

Wer kennt sie nicht mehr aus der eigenen Kindheit? Bunte Kreide, mit der man ganze Bürgersteige aufhübschen und farbig machen kann. Nicht nur das. Sie diente uns vor allem dazu tolle Hinkelkästchen zum Springen aufzumalen. 
Ein riesen Spaß und ein schöner Zeitvertreib, also für uns Mädchen ;-).

Auch unsere Zwerge lieben bunte Kreide. Sie können mithilfe der Kreide in ganz anderen Dimensionen malen als auf einem weißen Blatt. 



Auch wenn die drei Zwerge noch nicht viel mit Hinkelkästchen anfangen können, wollte ich es mir gestern nicht nehmen lassen und ein paar Ründchen springen. Ganz zur Belustigung der Kleinen. "Was machst Du da, Mama? Wie geht das?"
 


Tja, wie geht das eigentlich noch einmal so richtig? Ehrlichgesagt wusste ich das auch nicht mehr so genau. Darum habe ich das doch direkt mal nachgesehen ;-).


 
Der erste Spieler fängt an und stellt sich vor das Feld, da wo de 1 ist. Nun wirft er mit dem Kieselstein in das erste Feld. Bleibt der Stein tatsächlich im ersten Feld liegen, hüpft der Spieler das ganze Feld ab, außer das Feld wo der Stein liegt - also in dem Fall die 1. 


Genau geht es so: Man spricht sich vorher ab, ob man mit einem Bein oder mit beiden Beinen hüpfen will. Hüpft man mit einem Bein, hüpft man über die 1 drüber in Feld zwei, dann in Feld 3, dann in Feld 4. Danach werden die Beine geöffnet: Der linke Fuß landet in Feld 5, der rechte in Feld 6. Danach wieder nur auf einem Bein in Feld 7. Auf Feld sieben wird auch gedreht, d.h. man muss nun auf einem Bein eine Drehung hüfen. Dann werden die Beine wieder geöffnet, und zurück auf einem Bein, bis ins Feld 2. Dort muss man sich nun auf einem Bein bücken, dass man den Kieselstein aufheben kann. Hat man den Stein, hüpft man über das verbotene Feld raus. 

Man darf im Spiel das jeweilige Feld nicht verlassen oder übertreten oder mit dem anderen Bein auf dem Boden aufkommen. Passiert das, ist der nächste Spieler dran.


Hat man aber alles gut geschafft, geht man in die nächste Runde und wirft den Stein auf Feld 2. Nun hüpft man wieder alle Felder ab, außer Feld 2. Der Kieselstein wird auf der Rückweg von Feld 3 aufgehoben, u.s.w.

Wer einen Fehler gemacht hat, muss - wenn er wieder dran ist - wieder da anfangen, wo er den Fehler gemacht hat. Hat also jemand bei Runde 2 den Fehler gemacht, braucht er Runde 1 nicht zu wiederholen, sondern nur Runde zwei. 

Wenn der Stein auf Feld 5 oder 6 ist, muss das ganze Feld, den Zahlen nach, auf einem Bein gehüpft werden.

Variationen: 
- Es wird auf beiden Beinen gehüpft.
- Es wird nur auf dem linken Bein gehüpft.
- Es wird nur auf dem rechten Bein gehüpft.
- Die 5 und 6 werden auch einzeln gehüpft.
- Der Rückweg muss auch Rückwärts gesprungen werden. 
- Die Hände werden auf den Rücken genommen.




Viel Spaß beim Hüpfen.

Bunte Grüße,
Eure Alexandra

Kommentare:

  1. Hallo Alexandra,
    ich kenn das auch noch und hab es auch schon mit Töchterchen gespielt. Das Ganze hieß hier "Hubbekästl" und wird nicht mit Zahlen sondern Wochentagen beschriftet. Also 1=Mo, 2=Di, 3=Mi, 6=Do, 7=Fr, 5=Sa, 4=So
    Gehüpft wird immer den Tagen folgend. Und am Sonntag darf man sich ausruhen, also wenn man mit einem Bein hüpft, darf man am Sonntag zum Ausruhen auch beide Beine aufstellen. Außerdem geht es erstmal mit normalem Laufen los, danach kommt hüpfen. Steinchen werfen ist wie bei dir beschrieben.
    Hach ja... Die Kinder von heute haben leider gar nicht mehr so viel Freude daran, aber ich beobachte häufig, dass Erwachsene sich darüber freuen, wenn vor unserem Haus Hüpfkästchen gemalt sind.
    LG von TAC

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  2. Liebe TAC,

    das ist ja witzig. Genau den Eindruck habe ich auch. Anscheinend hat es unser früher mehr Spaß gemacht Hubbe-/Hinkelkästchen zu spielen. Ich hoffe sehr , dass der Spaßfunke in den nächsten Wochen noch über springen wird bei unseren Zwergen ;-). Ich arbeite fleißig daran.
    Liebste Grüße,
    Alexandra

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