Freitag, 20. Februar 2015

Wer ist denn Dein bester Freund, Totti?

Als wir vor ein paar Tagen von Oma und Opa nach Hause fuhren musste ich wieder einmal in mich hineinschmunzeln. Morgens noch als unsere beiden Zwerge aufwachten, sagte das Tottili zu Max Power: "Max, Du bist mein allerbester Freund." Das hat sie schon öfter gesagt und für Max Power gibt es keinen größeren Liebesbeweis, als wenn seine Schwester diese Worte zu ihm spricht. Dann ist er der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt. Und nachmittags im Auto fragte er dann noch einmal nach: "Bin ich immer noch Dein bester Freund, Totti?" Das Tottili schüttelte daraufhin sturr ihren Kopf, setzte ihr Pokerface auf und sagte bloß kurz und knapp: "Nein" - Max Power und ich sahen und uns dann grinsend im Rückspiegel an (derartige spontane Meinungswechsel sind wir ja schließlich vom Tottili schon gewohnt). 
"Nein?", fragte ich. "Wer ist denn dann Dein bester Freund, Tottili?
Sie überlegte kurz und sagte dann entschlossen: "ICH - ICH bin mein bester Freund."

Das Bild ist schon ein wenig älter. Aber ich weiß noch genau wie es entstand. Nachdem sie wieder einmal über Stunden NUR geschrien hat, ist sie völlig erschöpft mit ihrer Shauna im Arm eingeschlafen.
 Wir musste lachen. Max Power, Totti und ich.
Aber ich habe später noch ein wenig drüber nachgedacht. Und vielleicht denke ich ja auch einfach zuviel nach. Trotzdem, ich sage Euch: sie hat recht. Sie ist sich selbst der beste Freund. Das passt. Ohne es böse zu meinen. Versteht mich nicht falsch. Ich liebe meine Tochter, alle meine Zwerge. Aber das Tottili ist nun einmal unser, ich will es einmal vorsichtig ausdrücken, "besonderer" Zwerg. Von Anfang an eben etwas anders als die anderen beiden Zwerge.

Sie ist wie sie ist. Auch wenn sie uns oft zur Weißglut bringt. Es ist gut so wie sie ist.
Ich bin bloß sehr gespannt wie sie sich entwickelt, ob es ihr leicht fällt Freunde neben sich zu haben, zu akzeptieren oder ob sie einfach ein Eigenbrödler bleibt. Eigenbrödler klingt irgendwie auch falsch. Das ist sie eigentlich gar nicht. Sie ist ja durchaus aufgeschlossen und immer gerne mit anderen zusammen, aber ich befürchte, dass es ihr schwer fallen wird, andere gleichwertig neben sich zu akzeptieren. Klar, das muss sie natürlich jeden Tag schon hier in unserer Familie lernen. Und ich denke auch, dass eine Großfamilie für so einen, nennen wir es einmal, starken Charakter, genau das Richtige ist. Aber leicht wird sie es mit ihrem besondern Charakter bestimmt nicht haben ;-).

Wie auch immer: Wir lieben Dich, Totti und stehen immer an Deiner Seite.
Deine Mama, Alexandra.

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