Montag, 7. Juli 2014

Schrei-Nächte

Heute brauche ich einmal Euren Ratschlag. Normalerweise war unser kleines Tottili immer eine vorbildliche Einschläferin und auch in der Nacht total ruhig. Doch seit unserem Urlaub ist das Tottili irgendwie ein wenig durcheinander. Die Nächte mit ihr, seitdem wir wieder zu Hause sind, sind ehrlichgesagt ganz schrecklich. Es geht schon mit dem Hinlegen abends los. Wir haben nichts an unserem üblichen Ritual, alle gemeinsam zu lesen und dann die Zwerge nacheinander ins Bett zu legen, geändert, doch Madame ist damit nicht mehr einverstanden. Sie schreit sich regelrecht in einen Wutanfall und möchte unbedingt, dass jemand bei ihr ist, die ganze Zeit, bis sie eingeschlafen ist. Das gibt es bei uns eigentlich gar nicht. Die Zwerge finden alleine in den Schlaf, singen, summen oder sprechen immer noch ein wenig. So war es bis jetzt zumindest immer. Doch seit dem Urlaub muss mindestens einer von uns - Mann oder ich - bei ihr am Bett sitzen, bis sie anfängt zu schnarchen. Doch wehe irgendetwas knarrt, wenn wir aus dem Zimmer gehen (was bei unserem alten Haus mit dem ganzen Holz natürlich unvermeidbar ist ;-)). Die kleine Diva wird sofort wieder wach und schreit weiter. Dann aber irgendwann findet sie natürlich nach einem langen Tag in den Schlaf. Doch nachts geht es dann wieder weiter. Immer zur gleichen Uhrzeit, gegen 1 Uhr nachts, wie aus dem nichts, ist sie ziemlich aufgebracht und ruft uns laut. 

Dann gibt es kein Halten mehr für sie. Wir probieren es wie üblich mit Singen, Rücken Streicheln, am Bettchen sitzen und warten bis sie hoffentlich einschläft und auch einfach einmal schreien lassen. Denn die Devise meiner Hebamme lautet seit jeher: Mach Dich nicht zum Sklaven Deiner Kinder. Ja, leichter gesagt als getan. Nehmen wir die letzte Nacht. Schon völlig übermüdet von der Nacht davor lassen wir das Tottili dann einfach mal, nachdem wir jeder schon einmal für 30 Minuten oben waren, schreien. Sie gibt aber nicht auf, nein. Sie wirft sich (das erste Mal) samt Schlafsack aus ihrem Bettchen und bleibt hysterisch am Boden liegen. Wir haben uns so erschreckt, dass wir sie "natürlich" wieder mit runter zu uns genommen haben, wo sie dann auch mit einem Lächeln im Gesicht in null komma nichts eingeschlummert ist.

Was nun, bitte? Wie kommt man aus diesem Kreislauf wieder heraus?

Müde Grüße,
Eure Alexandra

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