Donnerstag, 22. Mai 2014

Kopfkissen Ade

Vorab möchte ich erst einmal ein riesen Lob an unsere kleinen Zwerge ausrichten. Was sind sie doch toll <3. Denn das was ich (auch im Freundeskreis) bisher zum Thema Babies und Kleinkinder im Elternbett schon alles gehört habe, klingt für mich meistens ganz und gar nicht mehr nach entspanntem Schlafen (und damit meine ich auch den Schlaf für alle Beteiligten). Klar, Ausnahmen gibt es immer, auch bei uns. Wenn die Zwerge z.B. einmal krank sind oder einfach nur so schlecht geträumt haben, dass nichts mehr geht und sie ohne Mama und Papa an ihrer Seite gar nicht mehr zur Ruhe kommen, ja klar. Dann ist die Besucherritze natürlich auch bei uns frei ;-). Aber ansonsten gilt bei uns die Devise: jeder schläft in seinem eigenen Bett. Und damit sind wir von Anfang an bei beiden Zwergen immer gut gefahren. Die Devise wird auch so weiter geführt. Heute allerdings, ja heute, gab es einmal wieder eine nicht vorhergesehene Ausnahme, die mich zum Schreiben dieses Posts veranlasst hat.


Denn ja, eigentlich war ja gar nichts. Das Tottili ist heute Morgen um ca. 4:30 Uhr (ganz gefährliche Uhrzeit, weil es schon leicht hell wird und die Vögel munter anfangen zu zwitschern) wach geworden, hatte einen riesen Durst und klammerte sich regelrecht an meinem Arm fest. Warum auch immer - normalerweise sind wir (ja, ich auch ;-)) wirklich rigoros - habe ich mich erweichen lassen. Ein nicht unwesentlicher Grund war sicherlich, dass ich nicht wollte, dass Max Power bei dem Geschrei auch noch wach wird und dann auf einmal beide Zwerge nicht mehr schlafen können ;-).

Mann sagt da ja immer: "Du bist da viel zu ängstlich, wenn Kinder schlafen, dann schlafen sie." Ja, das stimmt ja auch im Prinzip, aber um diese Uhrzeit halt eben nicht mehr so tief. Darum habe ich gar nicht lange überlegt und sie mit zu uns heruntergetragen. Von dem Moment, als sie gemerkt hat, was jetzt passiert, wechselte auf einmal ihre Gesichtsmimik und der zunächst grimmige bis wütende Gesichtsausdruck wechselte in ein freudestrahlendes Lächeln (hihi, ich hab´s geschafft, wird sie wohl gedacht haben).

Bei uns im Schlafzimmer angekommen, hörte ich schon ein leises Seufzen aus der Bettdecke vom Mann. Es ging halt nicht anders, sorry. Das Tottili setzte sich erst einmal gemütlich in ihrem süßen Schlafsack auf´s Bett und rief die ganze Zeit nur: Papi, Papi, Papi, Papi, Papi, solange, bis Papi dann auch einmal reagierte und sie zu sich drückte. Dann ging es weiter. An Schlafen war noch nicht zu denken. "Mama, Piep, Piep, Piep, Piep, Piep". Sie meinte die zwitschernden Vögel draußen, die wir durch´s offene Fenster schön piepen hörten. "Ja, Schatz, ich höre auch die Vögel draußen, aber jetzt wird weitergeschlafen". Der ganze Spaß ging dann so gefühlt bis zum Weckerklingeln. Nein, ca. 30 Minuten vorher schliefen wir alle ein, dann klingelte der Wecker und ich bemerkte, dass ich quasi bereits mit einem Bein aus dem Bett gedrängt und mein Kopf vom Kopfkissen heruntergeschoben wurde. Das Tottili lag genüslich schnarchend quer zwischen meinem und Mann´s Kopfkissen. Vom Wecker wach geworden ist sie natürlich nicht ;-).

Ne ne ne, gar nicht gut. Und diese Nacht werde ich streng bleiben, jawohl ;-).

Genau zu dem Thema hatte ich vor ein paar Jahren einmal mit einer weitläufigen Bekannten ein Gespräch und nach diesem Gespräch war mir klar. Genauso soll es bei uns bitte NICHT laufen.

Ich meine "HALLO", die Frau erzählte mir, dass ihre Kinder (damals vier und zwei) JEDE Nacht bei ihr im Bett liegen und schon gar nicht mehr, zumindest zum Einschlafen, ins eigene Bett wollen. Aber sie fand das voll ok. Ihr Mann hatte offensichtlich nicht viel zu melden, der Ärmste ;-), schlief nämlich JEDE Nacht auf einer Matraze am Boden. Das Problem waren aber offensichtlich nicht ihre Kinder, nein, sondern sie selbst. Sie wollte es so, könnte auch gar nicht mehr anders. Schade, dass ich Euch nicht erzählen kann, wie es weiter ging, ob sie wohl noch mit ihrem Mann zusammen ist, oder ob sie nun immer noch mit ihren Kindern in einem Bett schläft und der Mann das Weite gesucht hat ;-). Ich weiß es nicht.

Aber derartige Beispiele sind denke ich nichts Seltenens. Und klar, jeder soll  natürlich so leben wie er mag und wie er es für richtig hält, doch für uns (alle) wäre das gewiss keine Lösung. Ein bisschen Ruhe und Privatsphäre sollte doch zumindest nachts eingehalten werden.

Leicht müde Grüße,
Eure Alexandra




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