Dienstag, 20. Mai 2014

Wenn Zwerge selbständig werden wollen

Seit Kurzem (und das ist mit gerade einmal 20 Monaten schon ziemlich beachtlich) hat das Tottili angefangen sich selbst zu benennen, wenn sie etwas möchte. Sie zeigt auf sich mit dem Zeigefinger und sagt:"Ich". Sobald ihr großer Bruder Max Power etwas in den Händen hält, das sie auch möchte, sei es ein Spielzeug, etwas zu essen oder etwas zu trinken, ruft sie lauthals: "ISCH". Zu süß und es macht sie so stolz. Jeden Tag möchte sie mehr können, mehr wissen und mehr alleine schaffen. Sie selbst möchte etwas machen. Sie möchte sich die Söckchen ausziehen, sie möchte die Stufen alleine hinauf und wieder heruntersteigen, sie möchte das Kakaopulver in ihre Tasse einfüllen, sie möchte den Deckel der Milchflasche wieder aufdrehen.... Diese Liste könnte ich jetzt ewig so weiterschreiben. Und das ist auch gut so. Das ist genau richtig so. Und auch, wenn etwas einmal nicht klappt, was am Anfang natürlich sehr oft passiert ;-) und die Hälfte des Kakaopulverstaubs eben in die Ritzen der Arbeitsplatten rieselt, die ganze Milchflasche umkippt und die Milch über den Tisch läuft oder das Tottili am Ende doch barfuß in ihre Schühchen steigt, macht das überhaupt nichts. Ihr stolzer Blick, wenn dann alles klappt und sie doch noch den Deckel auf die Milchflasche bekommt und sie ihren selbst gemachten Kakao in den Händen hält, bestärkt mich in meiner Gelassenheit. Ihr Blick, der mir zeigt: sie hat etwas alleine gemacht, ohne Hilfe und das ist das Größte was es gibt für die kleinen Kinderherzen.


Passend zu dem Thema (übergreifend) lese ich gerade ein tolles Buch, das ich beim Stöbern im Netz entdeckt habe. Es heißt "Entscheidende Kinderjahre" und ist von Christiane Kutik (klick hier). Ein toller Ratgeber, der einen in vielen Lebenslagen Tips gibt, der aber nicht zu rational sondern mit viel Herz geschrieben ist.


Das Buch bestärkt mich nochmals unseren Zwergen den eigenen kreativen Raum zu lassen und hat mich gelehrt, dass es auch nicht schlimm ist, wenn doch einmal Langeweile aufkommen sollte. Im Gegenteil, es soll ruhig ab und an Langeweile geben. Das darf ruhig so sein, damit die Zwerge sich einmal besinnen und auf eigene Spielideen stoßen.

Liebste Grüße,
Eure Alexandra


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen