Sonntag, 6. April 2014

Stufen

Wir hatten ein erfülltes, spannendes, lehrreiches und viel zu kurzes Wochenende. Unser Horizont wurde in vielen Bereichen erweitert und wir haben eine Menge neuer Dinge und auch neuer lieber Menschen kennenlernen dürfen. Das (Lehr-)-Wochenende wurde zauberhafter Weise mit einem Gedicht meines Lieblings-Schriftstellers und Dichters Hermann Hesse beendet. An anderer Stelle (klick hier) habe ich Euch auch schon einmal von meiner Leidenschaft zu Hermann Hesse berichtet.

Lupo/pixelo.de
Das Gedicht Stufen beschreibt sehr schön die Anfänge und das Verabschieden im Leben und ermutigt einen auch manchmal einfach etwas "Neues" zu wagen.

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde!
(Hermann Hesse) 

Mit vielen neuen Eindrücken und Ideen im Kopf lasse ich das Wochenende hinter mir und freue mich auf mein Bett.
Liebste Grüße,
Eure Alexandra





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