Sonntag, 22. Dezember 2013

Der Unterschied zwischen Jungs und Mädchen

Schon als Charlotti noch nicht auf der Welt war fiel mir immer wieder bei Max Power auf, dass Jungs die Welt einfach mit anderen Augen sehen und viele Details wahrnehmen, die wir (Frauen, Mädchen) gar nicht sehen würden. Ohne das wir irgendetwas in diese Richtung gefördert hätten, war eines von Max Powers ersten Wörtern "Bagga, da Mamaaaaa, Bagga. Daaaaaaa."
Auch wenn er noch so weit weg war, Max Power hat einen Bagger kilometerweit "gerochen".

Das hat sich bis heute nicht geändert und für mich als Autofahrerin hat sich die Wahrnehmung im Straßenverkehr dahingegen natürlich auch total verändert. Denn in gewissen Momenten (dann z.B. wenn wir eigentlich erst 5 Minuten unterwegs sind, aber von hinten bereits die Frage kommt: Wie lange fahren wir noch? Ich will nicht mehr fahren, Mama.) ist es gar nicht so schlecht mehrere Poker in der Hand zu haben und z.B. sagen zu können. "Ui da vorne, schau mal. Ein großer Laster", oder, "Wo der Bagger wohl hinfährt? Meinst Du, er fährt zu einer Baustelle?" Das reicht schon. Mehr braucht man gar nicht. Die angebliche Langeweile ist vergessen und die Fahrt wird auf einmal zu einem großen Abenteuer. Wenn dann noch ein rasent schneller Krankenwagen unseren Weg kreuzt macht es sogar auf einmal Spaß im Auto zu sitzen. Die Phantasie im Kopf nimmt ihren Lauf und ich fahre nun völligst entpannt durch die Straßen. Darum achte ich mittlerweile nicht mehr nur auf die Autos, die vor oder hinter mir herfahren sondern vorallem ob ich irgendwo da draußen vielleicht einen Bagger, eine Müllabfuhr, einen Kranken- oder Polizeiwagen erspähe.

Mit Mädchen allerdings ist das wieder etwas ganz anderes. Sie wollen zwar nicht Bagger oder Traktor fahren, dafür wollen sie Puppen. Puppen schmusen, anziehen, ausziehen, lieb haben und schlafen legen. Auch das ist für mich ein "Wunder der Natur", denn auch beim Tottili haben wir kein Stückchen dazugetragen, dass sie dermaßen auf Puppen und Kuscheltiere abfährt. Im Gegenteil. Ich hätte eigentlich immer gedacht, dass durch einen großen Bruder der ausschließlich mit Traktoren, Bagger und Lastern spielt, auch das Mädchen notgedrungen einmal gerne mit Jungs-Kram spielt. Aber nein, weit gefehlt. Offensichtlich sind uns Mädchen und auch den Jungs bereits genetisch unsere Vorlieben in die Wiege gelegt. Das Tottili wird ausflippen, wenn das Christkind ihr in 2 Tagen einen wunderschönen Holzpuppenwagen samt Puppe unter den Tannenbaum legt.

Gestern als ich bei meinen Eltern in den alten Bildern gekramt habe, fiel mir dann passend zu dem Thema noch ein altes Foto von mir in die Hände, auf dem auch ich mit einem kleinen süßen Holzpuppenwagen zu sehen bin.


Sind also die Vorlieben für Bagger etc. bei Jungs und die Liebe zu Puppen bei Mädchen genetisch vorbestimmt? Nachdem ich ein wenig gegoogelt habe, müsste ich eigentlich zu dem Entschluss kommen. Nein, sind sie nicht. Es gibt kein Bagger-Gen.

Na gut. Trotzdem ein komischer Zufall.

Liebste Grüße,
Eure Alexandra

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen