Mittwoch, 23. Oktober 2013

Gedanken ans Christkind

Wie die meisten von Euch ja bereits wissen: Weihnachten ist mein absolutes LIEBLINGSfest aller Feste und Geburtstage im Jahr.
Ich LIEBE Weihnachten und dementsprechend wird es bei uns auch zelebiert (ob Mann will oder nicht ;-)).

Doch was ich wirklich nicht verstehe. Ganz abgesehen davon, dass es bereits ab Ende August Lebkuchen, Spekulatius und Printen im Supermarkt gibt und ich jedes Mal die Augen fest verschließe und mir sage: Es ist noch Zeit, es ist noch Zeit. Nicht zu früh kaufen, sonst hängen sie dir Weihnachten schon wieder zum Halse raus. Und ich habe es ganz ehrlich bis heute geschafft [ganz abgesehen von den ein, zwei Spekulatius an der Arbeit zum Kaffee].

Aber was ich also persönlich noch viel anstrengender und nerviger finde, sind diese ganz gemeinen Spielzeugladenketten, die bereits 10 Wochen vor Weihnachten ganz bewusst ihre mit bis oben hin randvoll gepackten Weihnachts-Spielzeugkataloge in unsere Briefkästen stecken und darauf warten, dass unsere Kinder sich darauf stürzen.

http://www.wirtschaftswundermuseum.de/alte-spielzeuge-1.html


Und glaubt mir, das tun sie. Ich weiß nicht seit wie vielen Tagen wir nun jeden Morgen (heute natürlich auch) beim Frühstück sitzen (am Anfang fande ich es selber noch ganz spannend und kam mir genau vor wie früher, als ich auch noch klein war und voller Aufregung Seite für Seite studierte) und diese Kataloge zwischen uns.
Wobei eigentlich ist es momentan nur der eine Katalog, den Max Power für sich und Totti auserkoren hat. Und der Ablauf ist wie bei dem Film Und täglich grüßt das Murmeltier.
Jeden Morgen das gleiche Spiel.

M.P.: Mamaaaa, ich möchte Dir mal was zeigen. Schau mal hier.
(Es fängt ja immer noch ganz harmlos an. Der Puls bei uns beiden liegt noch im Normalbereich und ich versuche immer wieder auf´s Neue überrascht zu wirken.) Da, die Kamera, die da für Jungs, die möchte ich gerne haben. Die rosane da, die kann Totti haben.

Mama: Meinst Du denn nicht, dass es für den Preis (69,90 EURO. Unglaublich, oder?
Für eine hässliche vollständig aus Plastik bestehende Kamera. Was denken die Leute sich denn bitte dabei???) nicht schon eine richtige kleine Kamera gibt, mit der Du bestimmt auch bessere Foto´s knipsen kannst? (definitiv falsche Frage...)

M.P.: NEEEEIIIIIIIIIIN [Max Powers Gesichtsfarbe verfärbt sich leicht rot].
Die sind doch viel zu schwer für mich. Ich will nicht so eine große haben wie ihr.
[Ha, ich denke eigentlich nicht. Denn so groß und unhandlich wie die Kamera in dem Katalog aussieht, können die kleinen günstigen Digitalkameras eigentlich nur leichter sein. Aber gut.
Tief durchatmen. Jetzt kommt der Standardspruch.]

Mama: Okay, mein Schatz. Du weißt ja, dass wir das sowieso nicht entscheiden können. Alle Deine Wünsche (und das sind sehr viele) schreiben wir auf den Wunschzettel und das Christkind entscheidet dann darüber, was Du bekommst. Und das auch nur, wenn man lieb ist (wie gesagt, unser Standardspruch momentan. Zieht eigentlich immer, wenn wir mal nicht einer Meinung sind ;-)).

M.P.: Ok. [Das Christkind sitzt halt einfach am längeren Hebel, das verstehen auch schon die ganz Kleinen]. Keine Minute später. Oh Mama, Mama, schau mal, hiiiiiiierrrr.

[Jetzt kommt die Scannerkasse, die, die zu dem Kaufmannsladen gehört, den er nebenbei auch noch haben möchte. Wie gut, das Totti noch nicht richtig sprechen kann. Was wäre dann los???]

M.P.: Hier, schau mal, die Scannerkasse. Die möchte ich  sooooo gerne haben. Meinst Du das geht?

Mama: Die auch noch? Was denkst Du denn, wie das Christkind das alles tragen soll? Das Christkind muss ja zu jedem einzelnen Kind auf der ganzen Welt [wie gut, dass er noch nicht weiß, wie viele Kinder es auf der ganzen Welt gibt und für ihn die Zahl 10 ungefähr die gleiche Bedeutung hat wie 100.000. Ansonsten wäre die Nummer mit dem Christkind schon durch].
Ich weiß nicht, ob wir das Christkind damit nicht ein bisschen überfordern.
Aber wenn Du möchtest schreiben wir es natürlich mit auf Deinen Wunschzettel.

M.P.: Das schafft das Christkind schon. Es kann ja auch mehrmals hin- und herfliegen.

Diese Diskussion führen wir nun solange weiter bis wir gefrühstückt, ich die Brote für die Kinder geschmiert, den Tisch abgeräumt und uns die Schuhe angezogen haben.

Wie gut, dass es nur noch 9 Wochen bis Weihnachten sind...

Eure Alexandra

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen